Geschichte
Die genaue Gründungszeit des heutigen Bad Sachsa lässt sich leider nicht einwandfrei feststellen. Als gesicherter Nachweis kann eine Urkunde des Klosters Walkenried aus dem Jahre 1238 gelten, in der erstmalig »des Grafen (Dietrich von Honstein) Ansiedler von Sachsa« - Comitis colonis de Sassa - erwähnt werden. Somit blickte die Stadt Bad Sachsa 1988 auf ein urkundlich belegtes 750-jähriges Bestehen zurück.
Im Jahr 1525 zeitgleich mit den Bauernkriegen und der Schlacht bei Frankenhausen werden Stadtrechte durch die Grafen von Hohenstein an Sachsa verliehen. Im Stadtwappen (1525) stehen Bäume für Hute- und Jagdrecht sowie die Holzgerechtsame.
1813 nach zehn Jahren Frieden der Völkerschlacht von Leipzig schenkten die Sachsaer, dem Preußischen König Friedrich Wilhelm III. huldigend, ihrer St. Nikolai-Kirche eine Turmspitze, die einen bekrönten preußischen Adler darstellt.
Seit 1878 wird den Gästen in einem kleinen Badehaus Entspannung und Erholung geboten: 1890 wurde das nebenstehende große Badehaus eröffnet.
Nach dem Niedergang des Kurwesens um 1990 (Folge der Gesundheitsstrukturgesetze) wird seit ca. 2000 durch Politik und Verwaltung die Hinwendung zum Tourismus-Ort konsequent betrieben. Die Freiheit und Unabhängigkeit der Stadt Bad Sachsa ist Grundlage dafür.
Das Stadtgebiet umfasst seit der mit Wirkung vom 1. Juli 1972 durchgeführten Gebietsreform auch die ehemals eigenständigen Gemeinden Neuhof, Steina und Tettenborn. Hierdurch hat sich die flächenmäßige Ausdehnung der Stadt auf ca. 33 qkm erweitert. Die Stadt Bad Sachsa hat zurzeit (Stand: 31.12.2024) insgesamt 8.165 Einwohner, wovon 3.951 männlich und 4.214 weiblich sind. Bad Sachsa (Stadtgebiet bis 30.06.1972) ist staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort. Bad Sachsa gehörte bis zum 31.10.2016 zum Landkreis Osterode am Harz und ist seit 01.11.2016 Bestandteil des neuen (fusionierten) Landkreises Göttingen.
Die Stadt liegt am Südrand des Harzes an den Ausläufern von fünf Tälern zwischen dem Ravensberg und der thüringischen Landesgrenze ruhig inmitten weiter Laub- und Nadelwälder. Rund ein Drittel des Stadtgebietes ist Waldfläche. Der Mischwald verleiht dem Landschaftsbild eine besondere Schönheit, insbesondere im Frühjahr und im Herbst.
Die Höhenlage beträgt in etwa 320-420 Meter. Der zum Stadtgebiet gehörende Ravensberg erreicht 659 m Höhe. Bei klarem Wetter bietet sich hier eine großartige Sicht bis hinauf zum Brocken und weit hinein in das Thüringer Land. Diesen Blick von dort oben zu genießen, fällt leicht, denn der Ravensberg ist der einzige befahrbare Berg des Harzes.
Das Klima ist günstig, da der Ort von Norden her durch die Harzberge geschützt ist. Durch die Lage an den Talausgängen erfolgt eine beständige Luftumkehr, die dadurch, dass die in den Wäldern gefilterte kühlere Luft in den Ort fließt, insbesondere an heißen Tagen die Luftreinheit immer wieder herstellt.
Die ständigen Bemühungen um den Ausbau des Fremdenverkehrs führten bereits im Jahre 1905 dazu, dass dem damaligen Sachsa die Bezeichnung »Bad« verliehen wurde. Alle Einrichtungen, die der Gast von einem Kurort dieser Prägung erwarten kann, sind in der "fröhlichen Uffestadt" vorhanden: so zum Beispiel ein Kurpark, ein "Haus des Gastes“, das "Salztal-Paradies", ein attraktives Freizeit- und Erlebnisbad nebst Saunalandschaft, Bowling- und Eislaufhalle, Kinderindoorspielplatz ("5.000 m² Spaß und Erholung pur!") sowie angrenzendem Ferienpark; Tennis- und Minigolfplätze, »Märchengrund«, Greifvogelpark, Wald- und Naturlehrpfade, Wander- und Kurübungswege verschiedenster Länge und Schwierigkeitsgrade und vieles andere mehr.
Im Winter bietet Bad Sachsa als Wintersportplatz auf dem Ravensberg die Möglichkeit des alpinen Skisports; zu diesem Zweck sind dort drei Skilifte vorhanden. Außerdem wird für Langläufer ein gespurtes Loipennetz unterhalten. Ein breites Angebot an Privatzimmern, Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels aller Kategorien und Preisklassen sowie eine Vielzahl gut geführter gastronomischer Betriebe runden das Angebot ab.
Im Umfeld dieser Entwicklung ist auch die übrige Infrastruktur der Stadt gewachsen. Die schulische Versorgung wird durch die am Ort befindliche Grundschule, die Oberschule sowie durch ein privates Gymnasium mit angeschlossenem Internat gewährleistet. Die vorschulische Erziehung wird durch vier Kindertagesstätten abgedeckt.
Eine gut sortierte Stadtbibliothek ist ebenso vorhanden wie eine Sozialstation, mehrere Sport- und Kinderspielplätze, eine Stadtsparkasse und verschiedene Geldinstitute, Ärzte, Zahnärzte und Apotheken in ausreichender Zahl.



